Gesundheit

Nah dran. Mitten im Leben –

Pflege, die nicht nur versorgt, sondern bewegt: Weil gute Pflege den Unterschied macht

Pflege ist ein Thema, das jeden von uns früher oder später beschäftigt. Sei es, weil Angehörige ihren Alltag nicht mehr allein meistern können oder weil es einen selbst betrifft.

Pflege bedeutet vor allem, für Menschen da zu sein. Dabei umfasst die Pflege weitaus mehr als nur Hilfe beim Waschen, Essen oder Anziehen. Das, was Pflegekräfte und auch Millionen von pflegenden Angehörigen leisten, besteht vor allem darin, Zeit für jemanden zu haben, der allein nicht mehr alles kann. Zuwendung, Geduld und die Bereitschaft, die Würde des Menschen zu bewahren, bilden in diesem Kontext wohl den Kern.

Pflegende Angehörige leisten in Deutschland einen großen Teil der Pflege – oft neben dem eigenen Beruf. Das geht oft mit Zeitmangel, körperlicher Erschöpfung und auch emotionalem Stress einher. Wenn jemand seine Eltern pflegt, ist auf einmal die Kernfamilie mit Partner und Kindern nicht mehr der Hauptfokus. Das Gefühl der inneren Zerrissenheit und auch der Mangel an zeitlicher und räumlicher Distanz bringen viele Angehörige an die Grenze.

Wichtig ist da vor allem, die Unterstützungsangebote in Anspruch zu nehmen, beginnend beim Austausch mit anderen Betroffenen oder Beratungsstellen. Auch die Inanspruchnahme von professioneller Hilfe durch einen Pflegedienst sollte hier nicht aus den Augen verloren werden. Diese Unterstützung umfasst nicht nur die Hilfe im Alltag.

Pflegedienste übernehmen Aufgaben aus der Grundpflege. Dahinter verbirgt sich die tägliche Versorgung des Patienten von der Ernährung bis hin zu Körperpflege. 

Die Möglichkeiten eines Pflegedienstes gehen aber weit darüber hinaus. Viele Dienstleister bieten Paliativpflege in den eigenen Wänden an und können auch hauswirtschaftlich unter die Arme greifen. Wie die Pflegedienste hier aufgestellt sind und welche Dienstleistungen im Leistungsumfang enthalten sind, sollte immer individuell geklärt werden, da es auch in der Branche Unterschiede gibt. So finden Sie auf jeden Fall den perfekten Pflegedienstleister für Ihre Ansprüche. 

Ein Thema, das nicht ignoriert werden sollte, ist die Möglichkeit der Kurzzeitpflege bzw. Verhinderungspflege. Diese Option kann vor allem dann helfen, Abstand zu bekommen. Denn Selbstfürsorge ist für pflegende Angehörige enorm wichtig, wird aber oftmals in den Hintergrund geschoben. So wird sichergestellt, dass die Pflege und die damit verbundene Versorgung gewährleistet sind, während die pflegenden Angehörigen ohne schlechtes Gewissen oder Angst vielleicht auch einmal mit der Familie in den Urlaub fahren können.

Die Verhinderungspflege ist eine ambulante Pflegedienstleistung, die in Anspruch genommen werden kann, wenn die zu pflegende Person zu Hause verbleiben kann. In diesen Fällen kommt der Pflegedienst für eine maximale Dauer von 8 Wochen täglich zu Ihnen nach Hause und kümmert sich stundenweise um die zu pflegende Person. Bei der Kurzzeitpflege handelt es sich um eine stationäre Versorgung des Patienten über dieselbe Dauer von max. 8 Wochen im Jahr. Sprechen Sie hier gern mit Ihrer Pflegeversicherung.

Gute Pflege braucht Zeit, Respekt und Empathie – Werte, die sich nicht allein durch Strukturen oder Finanzierung sichern lassen. Sie entstehen dort, wo Menschen einander zuhören und aufeinander eingehen.

Bild: Pexels

Werbung
Werbung